Wer braucht in Stade eine Kasse?
Die Hansestadt Stade liegt am südwestlichen Ufer der Unterelbe und ist Kreisstadt des Landkreises Stade. Durch die Stadt fließt die Schwinge, vor der Stadt beginnt das Alte Land mit seinen Obsthöfen.
Das ergibt zwei Gruppen von Betrieben. In der Altstadt sind es Läden, Cafés und Gaststätten. Draußen sind es Höfe, die Äpfel, Kirschen und Saft direkt verkaufen.
Den Läden in der Altstadt helfen Scanner, Bestände und Inventur, den Cafés die getrennte Zahlung und ein angebundenes Kartenterminal. Beides leistet dieselbe Kasse, nur mit anderen Artikeln und anderen Rollen für das Personal.
Was muss die Kasse im Hofladen können?
Im Hofladen wechselt das Sortiment mit dem Jahr: Kirschen im Sommer, Äpfel im Herbst, dazu Saft und Eingemachtes. In der Warenwirtschaft legen Sie Artikel an und führen Bestände. Neue Ware und neue Preise tragen Sie selbst ein.
Eine Grenze sollten Sie kennen. Abwiegen lässt sich an der Kasse nichts. Obst geht deshalb in festen Einheiten über den Tresen, als Schale, Korb oder Kiste mit eigenem Preis.
Die Kasse selbst ist ein Tablet mit Browser und braucht Internet, auch in der Scheune. Prüfen Sie den Empfang am Verkaufsplatz, bevor Sie sich festlegen.
Betrifft die geplante Kassenpflicht ab 2028 auch Höfe?
Bisher muss niemand eine elektronische Kasse führen. Das soll sich ändern. Ein Gesetzentwurf, den das Kabinett in Berlin am 23. September 2026 verabschiedet hat, sieht eine Kassenpflicht vor, geplant ab 2028. Treffen soll sie Betriebe, die im Jahr auf 100.000 € Gesamtumsatz oder mehr kommen.
Die Bundesregierung kündigt in ihrer Mitteilung zugleich Ausnahmen an: für Steuerpflichtige, deren Barumsatz im Jahr unter 12.000 € bleibt, und für weitere Gruppen, darunter landwirtschaftliche Betriebe. Maßgeblich ist erst das fertige Gesetz, und dem haben Bundestag und Bundesrat bislang nicht zugestimmt.
Schon heute gilt: Wer freiwillig eine elektronische Kasse einsetzt, braucht dafür eine TSE (§ 146a AO). Ob Ihr Hof unter eine der geplanten Ausnahmen fiele, beurteilt Ihr Steuerbüro. Als Steuerberatung ist diese Seite nicht gedacht.
Wie läuft die Einrichtung ab?
Per Bildschirmfreigabe, an Ihrem Gerät. Fahrwasser hat in Stade keinen Standort und auch sonst kein Büro im Norden. In der Sitzung legen wir mit Ihnen die Artikel an, hinterlegen je Artikel den Steuersatz, binden das Kartenterminal an und gestalten den Bon.
Für Höfe bietet sich ein Termin vor der Erntezeit an, für Läden in der Altstadt eine ruhige Woche. Selbst eingerichtet kostet es ab 0 €, begleitet einmalig ab 149 €.
Dem Finanzamt zeigen Sie oder Ihr Steuerbüro die neue Kasse an. Dafür bleibt nach der Anschaffung ein Monat Zeit (§ 146a Abs. 4 AO).
Welche Kosten hat ein Hofladen bei Stade?
Ein Hofladen mit einer Kasse rechnet mit dem Tarif Jolle. Das heißt 29 € Kasse plus 9 € TSE-Modul, netto 38 € je Monat und 456 € über ein volles Jahr. Zugänge mit eigener PIN und Rolle für das Personal führt die Tarifübersicht erst ab Kutter; was Ihr Tarif genau umfasst, steht im Angebot.
Wer Bestände führen und Auswertungen sehen will, nimmt den Tarif Kutter. Der liegt bei 54 €, zusammen mit der TSE bei 63 €. Was Geräte und Kartenzahlung kosten, nennt das Angebot. Mehr zum Verkauf ab Hof steht auf der Seite Kasse für den Hofladen.
Weiter: Kassensystem Nordseeküste · Kassenpflicht ab 2028 (geplant) · Kasse für den Einzelhandel
Ortsangaben: Wikipedia, Artikel „Stade“, abgerufen am 3. Oktober 2026. Rechtsstand: 2. Oktober 2026.


